Keine Kostensenkung zu Lasten der Verkehrssicherheit!

Söödschlaswiksche Wäälerferbånd 28-02-2026, 15:03 reform

„Gerade Sonderfahrten als Praxisanteil sollte man beibehalten, ein Simulator kann nur bedingt Inhalte aus dem praktischen Erleben auf der Straße ersetzen. Das ist auch ein Punkt, vor dem gerade der Fahrschulverband warnt. Und entsprechend harsch ist deren Kritik an den Reformplänen, denn sie sehen die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer gefährdet.“

Sybilla Nitsch zu TOP 27 - Den Führerscheinerwerb erleichtern – Kosten senken, Zugang verbessern, Sicherheit stärken (Drs. 20/4109)

Die Situation um den Führerschein hat sich in den letzten Jahren in mehrfacher Hinsicht erheblich zugespitzt. Die Konsequenz ist; die Kosten sind deutlich gestiegen. Das Statistische Bundesamt führt hierzu aus, dass seit 2020 der Theorie-Unterricht um 52%, der Praxis-Unterricht um 45% und die Kosten für Gebühren um 17% gestiegen sind. Es setzt sich zusammen aus gestiegenen Betriebskosten, Inflation, neue verpflichtende Unterrichtseinheiten, gestiegenen Personalkosten, Fahrlehrermangel, höhere Investitionskosten bei Fahrzeugen oder Simulatoren. Das alles führt dazu, dass er Erwerb eines PKW-Führerscheins mittlerweile mit durchschnittlichen Kosten von 3.500 bis zu 4.500 Euro zu Buche schlägt. Aber wer soll das noch bezahlen? Junge Menschen, die das Prüfungsalter erreicht haben, stehen heute vor der Herausforderung solche Summen wuppen zu müssen. Der klassische Werdegang in dem Alter ist: sie gehen noch zur Schule, studieren oder bekommen ein Lehrlingsgehalt. Wenn also nicht die Eltern oder gar andere herbeispringen, ist das für junge Menschen kaum zu bezahlen. Und das ist das Problem, vor dem sie heute stehen.
Grundsätzlich gibt es für alle Führerschein-Klassen Herausforderungen, gerade was den Bedarf für viele Berufsfachgruppen angeht oder auch das Ehrenamt angeht, da denke ich an viele unserer Zivilschutzorganisationen.
Politisch wurde das Problem bereits erkannt und entsprechend wurde eine Reform der Fahrschulausbildung angekündigt, mit dem Ziel der Kostenminimierung. Diese Reform-Ankündigung hat dazu geführt, dass die Zahl der Fahrschülerinnen und Fahrschüler eingebrochen ist.
Der sogenannte „Schnieder-Effekt“, stellt die Fahrschulen vor ein zusätzliches Problem. Eine Zeitschiene, bis die Reform greift, gibt es leider nicht und somit haben die Fahrschulen keine Perspektive, mit der sie planen können. Sie befürchten zudem, dass es zu einem Massenandrang kommt, sobald die Reform durch ist, der so schnell dann nicht abgebaut werden kann.
Die Gemengelage der Herausforderungen ist groß.
Politisch sind wir uns einig; in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein sind die Menschen angewiesen auf den Führerschein. Denn weder SPNV noch ÖPNV können die Individualbedarfe bedienen. Damit bleibt das Auto der realistische Verkehrsträger, um die Teilhabe am beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Daher ist es nur richtig, dass wir das Problem angehen, mit dem Ziel Kosten zu minimieren. Eins dürfte aber klar sein, wir werden den Preis von vor zehn Jahren nicht herbeiführen können. Es gibt eben Faktoren, die sich nicht zurückdrehen lassen.
Politisch halte ich einiges für denkbar und sollte auch möglich sein. Zumindest weisen die vorliegenden Anträge darauf hin. Für den SSW sage ich ganz deutlich; die Kostensenkung darf nicht zu Lasten der Sicherheit gehen. Gerade Sonderfahrten als Praxisanteil sollte man beibehalten, ein Simulator kann nur bedingt Inhalte aus dem praktischen Erleben auf der Straße ersetzen. Das ist auch ein Punkt, vor dem gerade der Fahrschulverband warnt. Und entsprechend harsch ist deren Kritik an den Reformplänen, denn sie sehen die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Soweit darf es natürlich nicht kommen, denn Sicherheit im Straßenverkehr muss oberste Priorität haben und im Unterricht ganz oben stehen. Daher ist es wichtig, zu sehen was möglich ist, an welchen Stellschrauben können wir was bewegen und wo sind die roten Linien.
Wie bereits gesagt, es liegen hier drei Anträge vor, mit der Zielsetzung, die Kosten für den Erwerb des Führerscheins zu senken und an anderer Stelle zu reformieren. Daher halte ich es für angebracht, dass wir im Ausschuss darüber beraten und ohne dem Verfahren vorgreifen zu wollen, gegebenenfalls den Fahrlehrerverband oder auch die zuständigen Prüfstellen dazu anhören. Das könnte für uns alle hilfreich sein.
Und wenn es dann auch gelingen könnte, dass wir uns auf einen Antrag verständigen, würde das die Verhandlungsposition Schleswig-Holsteins stärken in der zuständigen Bund-Länder Arbeitsgruppe.

https://www.ssw.de/themen/keine-kostensenkung-zu-lasten-der-verkehrssicherheit

Related News

La formació menorquinista demana al Ministeri de Transports que defensi davant Europa un model d’OSP amb Barcelona que asseguri prou connexions i preus topats

read more..

El diputat denuncia més pressió fiscal, més burocràcia i cap millora en protecció social

read more..

Es ist ein Meilenstein für besseren Gewaltschutz für Frauen in Nordfriesland: Heute hat Sozialministerin Aminata Touré in Husum einen Förderbescheid über rund 670.000 Euro für ein Frauenhaus überreicht. Eine SSW-Initiative aus dem Jahr 2020 trägt damit endlich Früchte.

read more..

Los andalucistas valoramos el reconocimiento de la infrafinanciación histórica, pero advertimos del peligro de la no reparación de una nueva deuda histórica y de la falta de garantías de una financiación justa y estable para el futuro. El Gobierno reconoce que Andalucía estaba mal financiada, pero ni repara el daño ni corrige la injusticia

read more..

Friends,

It is fantastic to be here today in the city of Glasgow.

A city that has been through a tough couple of weeks.

But just as it always does, Glasgow is bouncing back.

The city has come together.

read more..

Kamerlid Kathleen Depoorter diende een resolutie in om HIV-testen toegankelijker en laagdrempeliger te maken via apotheken. Door apothekers een grotere rol te geven in de vroegtijdige opsporing van HIV, wil ze het aantal laattijdige diagnoses terugdringen. “Te veel mensen krijgen vandaag nog te laat de diagnose. Dat is onaanvaardbaar”, stelt Depoorter. “Wie tijdig wordt getest en behandeld, heeft een quasi normale levensverwachting en is niet langer besmettelijk.”

read more..

Luís Bará critica que a principal medida impulsada por Rueda ao amparo da norma sexa ampliar a tempada e as licencias para locais a pé de praia

Mentres, seguen pendentes de aprobarse as directrices de ordenación do litoral ou os plans de ordenación costeira e mariña, advirte o deputado

read more..

De plannen van de Vlaamse overheid om aankopen van stookolie en propaan systematisch te registreren, met het oog op toekomstige heffingen, stuiten op fel verzet bij het Vlaams Belang. Volgens Vlaams Parlementslid Filip Brusselmans dreigt de maatregel opnieuw vooral gezinnen te treffen die afhankelijk zijn van fossiele verwarming.“Wij zijn fel gekant tegen deze plannen. De overheid creëert eerst een register van alle stookolie- en propaantanks om vervolgens precies die gezinnen te viseren met extra belastingen”, waarschuwt Brusselmans.

read more..

Skal vinnan fáa betri marknaðaratgongd krevst, at vit sleppa at samráðast, sum sjálvstøðugt land. Vinnan kappast í dag á ójøvnum føti, tí vit ikki hava neyðugu fríhandilsavtalurnar, og sleppa ikki framat samráðingarborðinum.

read more..
Calendar
«    June 2026    »
MonTueWedThuFriSatSun
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930